Die 3 häufigsten Fehler einer Betriebskostenabrechnung

Viele Vermieter kennen sicher die Problematik, dass auf eine Betriebkostenabrechnung der Widerspruch gegenüber dieser vom Mieter bei dem Vermieter eingeht. Viele Vermieter erstellen eine Betriebskostenabrechnung und sehen diese aus eigener Sicht als richtig an, dabei beachten Sie jedoch viele Punkte die zum Widerspruch führen können nicht. Folgende Fehler sind häufig bei einer Betriebskostenabrechnung die durch den privaten Vermieter erstellt wurde zu finden:

  1. Übersichtlichkeit & Selbsterklärend
  2. Fehlende Angaben
  3. Umlage von nicht umlagefähigen Kostenarten

1. Die Übersichtlichkeit einer Betriebskostenabrechnung auch Nebenkostenabrechnung genannt, kann nur dann gewährt werden, wenn die Daten ordnungsgemäß aufgelistet werden. Das bedeuted, dass nicht nur die Kostenart wie z.B. Grundsteuer mit dem Endbetrag angegeben werden muss, sondern auch der Rechenweg für den errechneten Anteil des Mieters.

Eine Kostenart muss also Rechnerisch nachvollziehbar sein. So könnte die Abrechnug der Kostenart „Grundsteuer“ wie folgt aussehen: Grundsteuer Liegenschaft insg. / Fläche Liegenschaft insg. * Nutzfläche Mieter = Anteil Grundsteier Mieter

In diesem Fall kann der Mieter ohne großen Aufwand die Rechnung nachvollziehen und ggf. nachrechnen.

2. Fehlende Angaben in der Betriebskostenabrechnung führen in den meisten Fällen zum Widerspruch des Mieters bei der Betriebskostenabrechnung. Fehlen Angaben wie Abrechnungszeitraum, Umlageschlüssel, Rechenwege oder Beschreibungen von Umlageschlüssel oder Kostenarten sind auf vielen Abrechnungen privater Vermieter die ohne eine spezielle Betriebskosten Software arbeiten oft zu finden.

3. Häufig legen Vermieter in der Betriebskostenabrechnung Rechnungen wie Reparaturen, Leerstände oder Verwaltungsgebühren um, vergessen dabei jedoch die Kostenarten welche laut Betriebskostenverordnung tatsächlich auf den Mieter umgelegt werden können. Welche Betriebskosten umlagefähig sind, bestimmt natürlich nicht nur die Betriebskostenverordnung sondern auch der zwischen dem Vermieter und Mieter geschlossene Mietvertrag. Denn Kostenarten die zum Zeitpunkt des Abschlusses des Vertragsverhältnisses bekannt waren müssen im Mietvertrag angegeben werden. Kostenpositionen/Kostenarten welche nach Abschluss des Mietvertrags entstehen können wie z.B. Hausmeisterdienst aufgrund nicht erfolgter Reinigungen sind auch nachträglich umlegbar, da diese Kosten tatsächlich entstehen. Eine Belegbarkeit aller Betriebskosten muss gegeben sein.

Fazit: Dies ist nur eine kleine Übersicht der Fehler die bei der Erstellung einer Betriebskostenabrechnung gemacht werden können. Eine Erstellung durch eine Hausverwaltung oder dafür geeignete Software ist ratsam.

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